Weg versperrt: Gabriele Matzantke versucht in Porz, mit ihrem Rollator auf dem Gehweg an den dort abgestellten E-Scootern vorbeizukommen. (Quelle: René Denzer)

Sie stehen auf Geh- und Radwegen und sind ein Hindernis. CDU und Grüne im Kölner Stadtbezirk Porz blasen zur Attacke gegen E-Scooter: Sie sollen aus dem Bezirk verschwinden.

Von einer Meckertante ist Gabriele Matzantke weit entfernt. Doch bei einem Thema ist die Zündschnur gerade ziemlich kurz: E-Scooter. Die scheinen in einigen Stadtteilen im Kölner Bezirk Porz fast an jeder Straßenecke zu stehen. Und gerade dort werden sie immer wieder zu einem Hindernis.

So wie bei Matzantke ums Eck im Stadtteil Porz-Urbach. An der Fauststraße / Egmontstraße stehen regelmäßig drei oder vier E-Scooter auf dem ohnehin schon schmalen Bürgersteig. Und wegen ihnen muss Matzantke mit ihrem Rollator oft auf die Straße ausweichen oder die elektrobetriebenen Roller zur Seite hieven. Für Matzantke ist dies weniger ein Problem, für ihren kranken Vater allerdings schon. "Ich habe generell nichts gegen E-Scooter, nur wenn sie eben im Weg herumstehen", sagt Gabriele Matzantke.

Das Problem gibt es auch andernorts, weiß Matzantke, die sich an die politischen Parteien in der Bezirksvertretung Porz gewandt hat. "Wie etliche andere Bürgerinnen und Bürger auch", sagt Werner Marx, Fraktionschef der CDU in der Bezirksvertretung Porz. Er hat den E-Scootern im Bezirk Porz den Kampf angesagt.

Oft auf Geh- und Radwegen abgestellt

Ein großes Ärgernis sei, dass die E-Scooter oft auf Geh- und Radwegen abgestellt würden oder einfach kreuz und quer auf dem Boden lägem. "Das behindert Fußgänger und Radler gleichermaßen", schimpft Marx. Hinzu komme das oft rücksichtslose Fahren der Nutzer, sagt Marx. "Da kann es für Fußgänger und Radler schon einmal gefährlich werden." Langsam seien die E-Scooter schließlich nicht.

Ein E-Scooter liegt mitten auf dem Gehweg vor Garagen im Kölner Stadtteil Porz-Eil. (Quelle: René Denzer)Ein E-Scooter liegt mitten auf dem Gehweg vor Garagen im Kölner Stadtteil Porz-Eil. (Quelle: René Denzer)

Zusammen mit den Grünen bringt CDU-Politiker Marx in der kommenden Sitzung der Bezirksvertretung Porz am Donnerstag (17. Juni) einen Antrag ein. Mit dem soll die Verwaltung prüfen, ob die Benutzung der E-Scooter im öffentlichen Straßenland unterbunden werden kann. Sollte das nicht möglich sein, sollen feste Aufstellorte festgelegt werden. E-Scooter, die außerhalb dieser Standorte abgestellt werden, sollen abgeschleppt werden.

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